Selbstannahme als Weg zur Heilung
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Hej du liebe Seele!
Die letzten Tage hat mich etwas beschäftigt, dass ich gerne mit dir teilen möchte:
Ein Wort das oft in Zusammenhang mit der Heilung innerer Kämpfe fällt ist Selbstliebe. Es klingt so schön einfach - alle Wolken auflösen, alle Kämpfe fallen lassen und alles lieben. Schmerz, Wut, Schuld und andere Gefühle sollen einfach „mitgeliebt“ werden. Doch so funktioniert das nicht, jedenfalls für die meisten.
Ich selbst empfinde die allseits gepredigte Selbstliebe an vielen Stellen oft schwierig, weil es mir oft das Gefühl gab ich müsste von jetzt auf gleich jeden Part meiner Selbst bedingungslos lieben können. Das hat mich jedoch viel ehr dazu bewegt, vermeintliche Fehler und Makel zu sehen und keinen Frieden mit ihnen schließen zu können. Vielleicht geht es dir da manchmal ähnlich.
Was mir geholfen hat, und mich auf einen besseren Weg zu mir Selbst gebracht hat war Selbstannahme. Mich, meine Gefühle und meine Vergangenheit so zu akzeptieren und anzunehmen, wie ich bin. All meine Päckchen, all meine Wolken - wahrnehmen, annehmen. Und loslassen. Für dich klingt das vielleicht noch fern, weil du heute woanders stehst.
Dabei standen auch mir zunächst verschiedene Gefühle im Weg: Trauer, Zweifel, Schuldgefühle, Wut… und das sind nur einige Beispiele.
Diese Gefühle, die mir immer und immer wieder ein unfassbar schweres Gefühl im Brustkorb gaben bin ich schließlich mit Achtsamkeit begegnet. Statt gegen diese Enge anzukämpfen, habe ich sie bewusst wahrgenommen und all dem in die Augen geblickt. Dadurch konnte ich sie annehmen, und mit der Zeit immer mehr loslassen. Ich habe sie aufgeschrieben, sie ausgedrückt und konnte sie über all die Seiten und Zeilen mitverfolgen und sehen, wie ich mich entwickelte und tatsächlich annahm. So begann ich zu heilen.
Ich war so voller Schmerz, und so wahnsinnig einsam damit. Eines Tages schnappte ich mir ein leeres Notizbuch und den erstbesten Stift auf dem Tisch, und begann zu schreiben. All die Fragen, all die Gefühle flossen gemeinsam mit Tränen aufs Papier und so schuf ich mir eine kleine, immer greifbare Insel in den Gedankenfluten meiner Gefühle. Wenn ich heute durch meine Briefseiten blättere, dann sehe ich die junge Frau von damals und all ihren Kummer. Am liebsten würde ich sie in den Arm nehmen, und ihr zeigen wie ihr Leben heute aussieht: befreit von dieser Schwere, leichter und hoffnungsvoller. Vor allem aber sehe ich von Seite zu Seite eins: ich nahm mich und all diese Gefühle nach und nach, Brief für Brief an. Und heute bin ich so viel glücklicher und voller Liebe, die ich mir nur geben kann weil ich vollkommen akzeptieren kann wer ich bin, und welche Gefühle und Vergangenheiten zu mir gehören.
Wie genau ich das geschafft habe? Das habe ich in die Entwicklung der HeaLetters gepackt, denn ich möchte dir zeigen: du kannst das auch für dich erreichen 🤍
Alles Liebe, deine Frau von Harrasbach