Dinge, die ich mit in 2026 nehme
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Das Jahr 2025 war an vielen Stellen anders, als ich es mir am 31.12.2024 ausgemalt hatte - privat und beruflich. Trotz allem gibt es ein paar Dinge, die mir nachhaltig gut taten und die mich aus genau diesem Grund auch in das neue Jahr begleiten dürfen. Ich hoffe, dass es dir an der ein oder anderen Stelle auch Etwas geben kann und du dich inspiriert fühlst, auch in deinen Alltag Dinge zu integrieren, die dir guttun.

Morgens ein paar Seiten lesen
Ich habe dieses Jahr damit angefangen, morgens ein paar Seiten zu lesen, statt in meinem Handy zu versinken. Wir haben vermutlich alle schon davon gehört, dass es nicht unbedingt das Beste ist, morgens nach dem Aufwachen direkt in Newsfeeds, Reels oder Messagern zu versinken.. Ich gebe ganz offen zu, das es mir immer noch an manchen Tagen so geht, dass mein erster Griff ans Telefon geht. Aber natürlich habe ich selber gemerkt, dass es mir nicht gut tut - das Gedankenkarussel beginnt sofort sich zu drehen und eine gewisse Unruhe macht sich in mir breit.
Um hier etwas zu finden, dass ruhiger und entsapnnter ist, habe ich es mit einem Buch probiert. Es liegt nicht auf meinem Nachtschrank oder im Schlafzimmer, weil die Gefahr das ich wieder einschlafe viel zu hoch ist, als das ich das Lesen im Bett riskieren könnte 😄
Mein Buch liegt im Wohnzimmer bereit, wo ich es mir im Laufe des Morgens damit mit einer frischen Tasse Tee auf dem Sofa bequem mache. Je nachdem, was ich
gerade lese sind es nur ein paar Seiten oder auch nur so lange, bis ich auf eine Zeile stoße die mich berührt und die ich mir mit in den Tag nehme.
Meine Leseempfehlung 2025:
“When you are ready THIS is HOW you HEAL“ von Brianna Wiest
Kontakt zu Menschen, die mir gut tun
Vielleicht geht es dir auch so, dass du nach dem Treffen mit einer Person das Gefühl hast, dein Akku ist jetzt viel leerer als du gedacht hast. Die Zeit hat dir mehr Kraft genommen, als gegeben, und du machst dir im Nachhinein noch ganz viele Gedanken über dieses Treffen.
Dieses Gefühl hat mich viele Jahre bei den unterschiedlichsten Menschen begleitet, und ich habe wirklich lange Zeit gebraucht, um das zu erkennen und mich davon abgrenzen zu können. Mit manchen Menschen entfremdet man sich über die Zeit, der Kontakt wird weniger und die Dinge, die man miteinander teilt, nehmen Stück für Stück ab. Das wahr- und anzunehmen, ist keine einfache Angelegenheit, und auch für mich gab es Beziehungen, um die ich trauerte.
Letztlich muss ich aber sagen, dass es mir persönlich damit besser geht, wenn ich auf meine Ressourcen achte. Das bedeutet nicht zwingend, dass ich den Kontakt zu jeder Person gänzlich abgebrochen habe, sondern dass ich die Beziehung auf den Prüfstand gestellt und neu justiert habe. Manche Verbindungen sind jetzt loser als sie es bisher gewesen sind, manche sind enger geworden, und wieder Andere sind ganz neu entstanden und wollen gefestigt werden.
Ich kann dir nur ans Herz legen, auf dein Gefühl zu hören und zu schauen, wie du dich mit den Menschen in deinem Umfeld fühlst. Dein Frieden ist zu kostbar, um ihn wegen alter Muster oder Voraussetzungen aufs Spiel zu setzen.
Du machst die regeln für dein Leben. Ganz allein du.
Nicht „höher, schneller, weiter“ sondern langsamer, echter, achtsamer
Das letzte Jahr hat mich an sehr vielen Stellen an meine Grenzen gebracht, und ehrlicherweise konnte und wollte ich das so nicht mehr aushalten. Ich arbeite weiterhin für meine Wünsche und an meinen Träumen, aber ich achte dabei besser auf mich. Die Beziehung zu uns selbst ist die einzige, die wirklich ein Leben lang hält. Sie verdient genauso viel, wenn nicht sogar noch bedeutend mehr, Liebe als die anderen engen zwischenmenschlichen Beziehungen in unserem Leben.
Für mich gesprochen, habe ich diese Beziehung zu sehr vernachlässigt. Seit dem Beginn meiner Therapie in einer Tagesklinik lerne ich wieder Schritt für Schritt auf mich zu achten und die Dinge im Hier und Jetzt zu betrachten.
Ich gebe zu, dass das mehr eine Reise als ein Ziel ist - aber eben eins, dass sich jetzt schon lohnend anfühlt.
Manchmal sind es auch hier die kleinen Dinge. Ein kurzer Spaziergang in der Natur ohne Kopfhörer oder Handy am Ohr/in der Hand. Bewusste, tiefe Atemzüge. Den ersten Schluck deines Tees (oder Kaffees) am Morgen erst riechen und dann bewusst schmecken - nicht einfach trinken.
Lass dich darauf ein, und erlebe den Zauber, den Achtsamkeit und ein langsameres Leben mit sich bringen.